Peter Renz Teppich-Kompetenz
Peter Renz Teppiche

Schramberger Teppichfachmann trifft seinen Mentor und Lehrmeister
 

AUSSTELLUNG PERFECT MOMENTS Landschaften und Natur fotografiert von Sadegh Miri
 

Peter Renz besucht Geschäftsfreunde in Teheran
 

Am 28. Oktober 2008 wurde der Dokumentarfilm auf Arte gesendet:

Persien - Das Land der Teppichkultur

Eine DVD des Films kann für 10 € angefordert werden.

 

Als Direktimporteur und Großhändler betreibe ich schon seit Jahren in Schramberg ein Teppichlager zusammen mit iranischen Freunden und bin als vereidigter Orientteppichsachverständiger und Publizist verschiedener Teppichbücher in der Teppichbranche im In- und Ausland bekannt. Dies war auch der Grund, warum ich von Arte und NDR angesprochen wurde mit der Bitte um Mitarbeit bei einem Filmprojekt über den Orientteppich im Iran in der heutigen Zeit. Die Verantwortlichen des Senders haben bei einer repräsentativen Umfrage über handgeknüpfte Orientteppiche ein erstaunliches Ergebnis erhalten: die Befragten, unter ihnen war auch ein Großteil junger Menschen, bestätigten, sich wieder für den Orientteppich in seiner ursprünglichen Art zu interessieren.

Die Zeit der sterilen Wohnungen "Marke Eisdiele" und der modernen Teppiche "Marke Hausfrauendesign" scheint vorüber und der Stellenwert eines Kunsthandwerks aus dem Orient rückt wieder an den richtigen, verdienten Platz. Allerdings nicht die schlechten Plagiate, sondern die Teppiche, die den Ruhm des Perserteppichs auf der ganzen Welt begründet haben und nie einem Modetrend unterlagen. Sie bringen Freude, Farbigkeit, emotionale Kontraste und auch die in letzter Zeit so als uncool geschmähte Gemütlichkeit in unsere Wohnungen, ein Trend, der sich auch von Marketing- und Designergurus nicht weg diskutieren lässt. Es gab sie schon immer und es gibt sie auch heute noch, wenn auch immer seltener: Perserteppiche, die uralte Weisheit mit gewachsener Tradition und großem Selbstbewusstsein in erfrischenden Farbimpulsen vereinen, Teppiche mit neuem Outfit, wo kraftvolle, künstlerische Energie umgesetzt wird und wahre Wohnkultur entsteht.

Die Filmschaffenden wollten im Iran erforschen, ob es die jahrhundertealte Teppichkultur noch gibt und die Orte zeigen, an dem keine Massenware, sondern die wahre Knüpfkunst noch lebendig ist.

Ich arbeite seit über 30 Jahren beharrlich mit der Familie Miri in Teheran und Schiras an einer Teppichproduktion, welche die Grundidee vertritt: Uralte, seit vielen Generationen vergessene Muster wieder mit neuem Leben zu erfüllen. Wir wollen keine alten Stilelemente und Kompositionen stur übernehmen, sondern in spielerischer Kreativität mit den Knüpferinnen zusammenarbeiten. Natürlich nur mit handverarbeiteter Wolle oder Seide und reinen Pflanzenfarben oder mineralischen Farbstoffen ohne chemische Zusätze.

Vor allem die persönlichen Verbindungen zu meinen Partnern im Iran und zu den Nomadenstämmen Südpersiens waren für das Filmteam die Wunschkontaktadresse.

So wurde ich urplötzlich Berater für einen Kulturfilm, der den Arbeitstitel erhielt: "Reise in die Welt der persischen Knüpfkunst", der im Spätherbst auf verschiedenen Fernsehkanälen in ganz Europa ausgestrahlt wird. Ein Film von einem wirklich seriösen Sender wie Arte kann gegen die oft verbreiteten Klischees und Vereinfachungen über ein wahrlich geschundenes Land Iran ein positives aber auch glaubhaft neutrales Bild abgeben.

Die Filmer wollten nicht das Trennende, sondern die Kultur zeigen, die schon vor Hunderten von Jahren auch Europa geprägt hat und viel Gemeinsames aufweist.

 

Filmreise mit Peter Renz durch den Süden Persiens

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